Luft in Innenräumen

Der moderne Mensch hält sich den größten Teil seines Lebens in geschlossenen Räumen auf. Bis zu 80 Prozent seiner Tagesaktivitäten finden im Innenraum statt. Die Luft in diesen Räumen kann sich deutlich von der im Außenbereich unterscheiden. Beiden ist aber gemeinsam, dass mit der Industrialisierung und Technisierung unseres Alltags, die Menge der vom Menschen gemachten Luftbelastungen stark zugenommen hat.

Die auf den Menschen in Innenräumen einwirkenden Belastungen werden zumeist von Baumaterialien, Einrichtungsgegenständen und den Aktivitäten der Nutzer verursacht. Daher ergibt sich bei Untersuchungen immer eine breite Palette von Schadstoffen. Doch nicht nur Schadstoffe belasten den Menschen, auch viele Gerüche können als Belastung empfunden werden. Sehr unangenehme Gerüche wirken auf den Körper sogar als Umweltstressor ein und können die Gesundheit angreifen. Laut Bundesimmissonsschutzgesetz (BImSchG) können Gerüche sogar eine schädliche Umwelteinwirkung darstellen.

Diese Luftbelastungen. egal ob Schadstoffe oder "nur" Gerüche beeinflussen das Wohlbefinden des Menschen in großem Maße. Weitere Faktoren sind die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Aus umweltmedizinischer Sicht sollte eine zuträgliche Innenraumluft möglichst frei von Luftverunreinigungen sein und als angenehm empfunden werden.